Willkommen Willkommen Wir über uns Wir über uns Beiträge Beiträge Aktuelles Aktuelles Bildergalerie Bildergalerie Kontakt Kontakt Pressespiegel Pressespiegel Sponsoren Sponsoren Dies & Das Dies & Das Ehrentafel Ehrentafel Aus der Marine Aus der Marine Veranstaltungen Veranstaltungen Links Links
Aus der Marine Geschrieben von: Pascal Stein Montag, den 02. September 2013 Erster Kommandant der Mölders verstorben! Mit Bedauern haben wir heute erst erfahren, das der erste Kommandant des Zerstörer Mölders und späterer Befehlshaber der Flotte Vizeadmiral a. D. Günter Fromm am Morgen des 10. Juli 2013 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen! Geschrieben von: Pascal Stein Dienstag, den 01. Juni 2010    Aus den Kieler Nachrichten   Die knappen Haushaltsmittel bringen nicht nur Schleswig-Holstein in Not. Auch das Patenschiff des Landes gerät durch die Kürzungen im Bundeshaushalt in schwere See. Die bei HDW gebaute Lenkwaffenfregatte gehört mit ihren drei Schwestern „Bayern“, „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Brandenburg“ zum Rückgrat der Auslandseinsätze der Deutschen Marine. Deshalb stand für 2011 und 2012 eine umfassende Modernisierung der im Schnitt 15 Jahre alten Schiffe der Klasse 123 an. Neue Kommunikations- und Führungstechnik sowie eine Verlängerung des Hecks waren geplant.   Doch dieses Vorhaben wird verschoben - bis zum Ende der Dekade, wie zu hören war. Aber auch die Schnellboote werden die Kürzungen zu spüren bekommen. Die zehn letzten der einst 40 Boote sind im 7. Schnellbootgeschwader in Warnemünde beheimatet. Die Planung sah vor, diese Boote bis zur Ablösung durch neue Korvetten der Klasse „K131“ etwa 2017 in Dienst zu halten. Nun steht nicht nur das Projekt „K 131“ vor dem Aus, sondern es droht das vorzeitige Ende der Schnellboote. Mit dem Wegfall all dieser Aufträge drohen auch den gebeutelten deutschen Werften schere Zeiten. Es brechen damit längst einkalkulierte Aufträge weg.   Bei den Hubschraubern wird es vorerst keinen Nachfolger für den in Kiel stationierten „Sea King“ geben. Das Großprojekt wird verschoben. All diese Einschränkungen haben zur Folge, dass die Marine gemessen an den anderen Teilstreitkräften bereits einen erheblichen Anteil an den Kürzungen des Wehretats von rund einer Milliarde Euro pro Jahr trägt.   Der Inspekteur der Marine drängt jedoch darauf, dass die durch Stilllegungen und Verkäufe von Marineeinheiten erzielten Erlöse in den Haushalt für die Materialinstandsetzung der verbleibenden Einheiten fließen. Schon jetzt ist die Situation dramatisch.   Fregatten warten zum Teil seit über einem Jahr auf eine Werftüberholung und Einheiten sind im Einsatz vor dem Libanon nur mit einer Maschine unterwegs, weil notwendige Instandsetzungen an dem Antrieb nicht finanziert werden können.   Die Stilllegung der sechs Eckernförder U-Boote ist für die deutschen U-Bootfahrer auch eine Zukunftschance. Durch das vorzeitige Ende der alten Boote des Typs 206A kann im Ausbildungszentrum für U-Boote auch ein Zweig geschlossen werden. Damit stehen zukünftig pro U-Boot 1,5 Besatzungen zur Verfügung. Mittelfristig soll die Zahl der U-Boote durch den Zulauf des zweiten Loses der Klasse wieder auf sechs ansteigen. „U 35“ und „U 36“ werden bis 2014 in Kiel bei HDW gebaut.   Die Reduzierung der Marineeinheiten sowie die Ausfälle durch Mangel an Wartung werden 2011 bereits zu Einsparungen führen. „Wir werden dann eben nicht mehr an jedem NATO-Verband und an jedem Manöver teilnehmen können“, sagt ein Marineoffizier. Ziel sei es, und das hat der Verteidigungsminister anlässlich des Inspekteurswechsel in Glücksburg deutlich gesagt, dass Auslandseinsätze Priorität bei der Vergabe der Haushaltsmittel haben.   Die Entscheidungen über zukünftige Einsätze werden davon getragen, was „wir bezahlen können, und nicht mehr davon, was wollen wir bezahlen“, so ein Offizier.   ++++++++++++++++++++   Deutsche Marine - Strukturreform - Aber auf welcher Ebene? 2010 06 07 , Global Defence   Der eine oder andere Zeitungsleser mit maritimem Hintergrund wird sich erschrocken haben, als im März verkündet wurde, dass das Bundesministerium der Verteidigung eine Neubewertung aktueller Rüstungsprojekte plane. Denn dort war – neben verschiedenen altbekannten Beschaffungsvorhaben – auch das große Zukunftsprojekt der Marine, die Fregatte 125 aufgeführt. Auch wenn das BMVg zumindest diesen Punkt umgehend dementierte, wird deutlich, dass (wieder einmal) ein neuer Wind weht. Er soll die Bundeswehr in Richtung Zukunft blasen – und er weht in großen Teilen auch aus dem Problemfeld Afghanistan. Nicht anders ist es zu deuten, dass Verteidigungsminister zu Guttenberg kurz nach der Verschärfung der Sicherheitslage am Hindukusch im Frühjahr eine Kommission benannte, die eine Strukturreform der Bundeswehr erarbeiten soll – mit dem Ziel der verbesserten Einsatzfähigkeit der Streitkräfte. Auch wenn diese Strukturreform hauptsächlich auf das im Einsatz in Afghanistan befindliche Heer zielt, wird auch die Marine betroffen sein. Es bleiben jedoch erhebliche Zweifel, ob die Reform auf der richtigen Ebene ansetzt. Gerade die bekannten Problemstellungen, die die deutschen Seestreitkräfte zu verzeichnen haben, liegen weniger in ihrer Struktur, sondern in ihrer Ausrüstung und ihren vorgegebenen Einsatzrichtlinien – und damit zu einem Großteil in der politischen Verantwortung des obersten Dienstherrn. Die Deutsche Marine hat ihr Einsatzspektrum in den vergangenen zwei Jahrzehnten gründlich umstellen müssen. Aufgebaut als »Escort Navy« mit Operationsgebiet in Nord- und Ostsee sowie dem europäischen Teil des Atlantiks war sie gerüstet für eine allumfassende Seekriegskampagne gegen einen konventionellen Gegner. Seit Ende des Ost-West-Konfliktes ist ein solches Szenario nicht mehr gegeben, und die Wiederauferstehung vergleichbarer militärischer Herausforderungen ist derzeit höchst unwahrscheinlich. Seit einigen Jahren hat sich deshalb das Einsatzbild der Marine gewandelt, mit dem langfristigen Ziel der Umwandlung in eine »Expeditionary Navy« ist sie im nahezu weltweiten Einsatz. Als international geprägte Bündnismarine ist ihr diese Erweiterung des Einsatzspektrums relativ einfach gelungen – wenngleich eine Anpassung des Materials an diese neue Herausforderung der »Marine im Einsatz« nicht immer in angemessenem Maße hat stattfinden können. Während mit der Zusage für den Bau eines dritten Einsatzgruppenversorgers und der geplanten Beschaffung der F125 zumindest die »schwimmenden« Großprojekte der Marine gesichert sind, sieht es in anderen Bereichen weniger gut aus. Ein wesentliches Standbein zur Erfüllung der maritimen Aufgaben – vor allem bei den Überwachungseinsätzen am Horn von Afrika – liegt u.a. in der Marinefliegerei. Seine hohe Leistungsfähigkeit stellt das MFG3 GZ dadurch unter Beweis, dass es sich seit Jahren mit einer P-3C von Djibouti aus im Einsatz bewährt. Und das, obwohl der durchschnittliche technische Klarstand der P-3 bei nur ca. 25 Prozent liegt. Dass die technischen und fliegenden Crews des MFG 3 es trotzdem schaffen, immer eine einsatzbereite Maschine im Auslandseinsatz in Betrieb zu halten, ist ein Beweis für die hohe Motivation des Personals – aber auch die wird irgendwann nachlassen, wenn die Belastung überhand nimmt und eine zumindest »materielle« Entlastung nicht absehbar ist. Und beim MH90, auf den man seit mehr als 10 Jahren wartet,wird über Alternativen nachgedacht, die aber auch nicht kurzfristig verfügbar sind. Die »andere« Herausforderung, mit der die Bundeswehr und im Speziellen auch die Marine zu kämpfen hat, sind die Einsatzrichtlinien, die ihr aus der Politik vorgegeben werden. Neben den internationalen Einsätzen, in denen die Marine engagiert ist, und wo eine Anpassung der Rules of Engagement erforderlich ist, besteht weiterhin das wichtige Aufgabenfeld der Landesverteidigung. Hier muss eine grundsätzliche Regelung bezüglich des Einsatzes im direkten Küstenvorfeld geschaffen werden, Stichwort: »Seesicherheitsgesetz «. »Nicht schon wieder«, wird mancher Leser angesichts dieser Thematik denken; doch solange hier keine belastbaren Ergebnisse geschaffen werden, muss auch diese Diskussion immer wieder angefacht werden. Leider ist in den vergangenen Jahren eine Tendenz der deutschen Politik auffällig, Entscheidungen immer erst nach einem prägnanten Vorfall zu fällen, siehe die eingangs erwähnte Bundeswehrstrukturkommission – was oft dazu führt, den aktuellen Entwicklungen hinterherzulaufen, anstatt sie im Vorfeld zu prägen. Doch so lange sich diese Kommission nur mit Strukturen innerhalb der Bundeswehr, aber nicht mit den eigentlichen Problemen der sicherheitspolitischen Strategiesetzung, der Überarbeitung genereller und spezieller Einsatzrichtlinien und der bedarfsgerechten Ausrüstung der Streitkräfte beschäftigt, wird jede Reform der Bundeswehr ihr Ziel verfehlen. Zum Autor Dr. Hajo Lippke ist Mitarbeiter am Institut für Sicherheitspolitik der Universität zu Kiel (ISPK). Im Rahmen seiner Promotion beschäftigte er sich intensiv mit der Zukunft der Deutschen Marine.   ++++++++++++++++++++   Rettungshubschrauber für die Nordseeküste gefordert 2010 06 02 , Radio Bremen   An der deutschen Nordseeküste muss wieder ein Rettungshubschrauber fest stationiert werden. Das hat ein Vertreter des ersten deutschen Hochseewindparks "Alpha Ventus" auf der Bremerhavener Konferenz "Windstärke 10" gefordert. Die Bundesmarine hatte ihre SAR-Rettungshubschrauber in den vergangenen Jahren unter anderem aus Kostengründen von den Inseln Borkum und Sylt abgezogen. Der Stützpunkt auf Helgoland ist nur noch unter der Woche besetzt. Windparkbetreiber hält eigenen Hubschrauber bereit   "Wir haben mit der Offshore-Windkraft eine neue Industrie mit sehr vielen Leuten, die da draußen arbeiten", sagte Wilfried Hube vom Windpark-Konsortium 'Alpha Ventus'. Und wo viel gearbeitet wird, können auch Arbeitsunfälle passieren. In der Bauphase von "Alpha Ventus" hat es einige Arbeitsunfälle gegeben. Für solche Fälle halten die Windparkbetreiber einen Hubschrauber und einen Notarzt auf eigene Kosten bereit. Langfristig könne dies aber keine Lösung sein, so Hube. Marine hält Kiel als Standort für ausreichend !   Besser wäre ein fest stationierter Marinehubschrauber auf Helgoland. Der könne von dort aus alle Windparks in der Nordsee innerhalb einer halben Stunde erreichen. Das Flottenkommando der Marine sagte, dass es rund um die Uhr zwei SAR-Hubschrauber für Notfälle auf See bereit hält. An den Wochenenden starten diese statt von Helgoland und Warnemünde von Kiel aus. Das reiche aus, um in Nord- und Ostsee schnell vor Ort zu sein, so ein Marinesprecher.   ++++++++++++++++++++ Kürzungen bei der Bundeswehr 2010 07 08 , M.Bröcker und G.Mayntz , Rheinische Post   Der populäre Verteidigungsminister geht mit ungewöhnlicher Verve an Kürzungen in seinem Ressort heran. Auch die Wehrpflicht stellt er zur Verwirrung der eigenen Partei infrage. So will die Bundeswehr zehn Milliarden Euro sparen:  Statt 400 nur 280 Panzer "Puma" bestellen. Sofort 15 Transall-Transportflugzeuge stilllegen und die Zahl der A400M reduzieren. Statt der geplanten 122 nur 80 NH-90-Hubschrauber kaufen. Nur noch 40 statt 80 "Tiger"-Kampfhubschrauber beschaffen. Schnellstmöglich 100 "Tornado"-Jets ausmustern. Auf die letzten 37 Eurofighter, die noch nicht ausgeliefert werden sollen, verzichten. Mittel- bis langfristig acht Fregatten, zehn Schnellboote und 21 "Sea King"-Hubschrauber außer Dienst stellen. Statt vier nur noch drei neue Fregatten der Klasse 125 bestellen.   Erfolgreiche Verteidigungsminister wurden in der Vergangenheit vor allem daran gemessen, was sie für "ihre" Soldaten herausgeholt und wie sie die Truppe stabilisiert haben. Karl-Theodor zu Guttenberg versucht es anders herum: Er arbeitet an einem beispiellosen Sparprogramm und will die Streitkräfte so verkleinern, dass kaum ein Stein auf dem anderen bleibt.   Die Truppe erschüttert das bereits seit Wochen, doch der Popularität des CSU-Ministers bekommt das nicht schlecht. Er ist nach wie vor der beliebteste Politiker Deutschlands, obwohl er sich in der Bundeswehr nach Kräften unbeliebt macht.   Aufatmen beim Amtsantritt Dabei war ein Aufatmen durch Einheiten und Dienststellen gegangen, als Guttenberg, der gediente Gebirgsjäger, sein Amt antrat. Forsch nahm er die bedrückenden semantischen Verrenkungen aus den Einsätzen, die sich um die Frage drehten, warum man, wenn man täglich beschossen und jederzeit zum Töten von Angreifern gezwungen wird, das in Afghanistan nicht einfach "Krieg" nennen darf.   Auch die nach dem Kundus-Bombardement mit bis zu 147 Toten um sich greifende Verunsicherung schob Guttenberg vorwärtsstürmend beiseite und kam schon nach wenigen Tagen zur Einschätzung, Oberst Georg Klein hätte den Befehl zum Luftangriff nicht nur geben dürfen, sondern geradezu geben müssen.   Damit hatte er sich so weit aus dem Fenster gelehnt, dass es ihm im nachfolgenden Kundus-Untersuchungsausschuss schnell leid tat. Doch emotional lässt der Baron aus Bayern auf die Bundeswehr weiter nichts kommen. Als im April gleich sieben Soldaten fielen, war Guttenberg optisch, symbolisch, tatsächlich und rhetorisch schnell zur Stelle.   Erste Projekt-Streichliste vorliegend  Mit der Sparklausur der Bundesregierung fiel ihm eine neue, gewaltige Aufgabe in den Schoß, von deren Bewältigung es anhängt, ob er auch für weitere Ämter infrage kommt. Er soll in der seit Jahrzehnten chronisch unterfinanzierten Armee weitere Milliarden einsparen. Allein 1,3 Milliarden aus dem laufenden Betrieb, künftig drei weitere Milliarden als Ergebnis einer Streitkräftereform. Eine erste Projekt-Streichliste liegt ihm jetzt vor.   Das ist nicht mit einem einfachen "Links um!" zu befehlen. Das betrifft die Existenz Hunderttausender Soldaten und Familienangehörigen, bringt jetzt schon zahlreichen Abgeordneten aller Fraktionen die Schweißperlen auf die Stirn, die sich um den Fortbestand ihrer regionalen Kasernen sorgen.   "Die Bundeswehr ist dramatisch unterfinanziert seit vielen Jahren und muss auf ebenso dramatisch veraltetes Material zurückgreifen", sagte Guttenberg am Mittwochabend beim Jahresempfang der CDU in Karlsruhe. Das Ziel einer Strukturreform müsse jedoch eine Bundeswehr sein, "die erstklassisch ausgebildet, modern, wirksam und flexibel" sei. "Vor dieser Debatte haben wir uns über Jahrzehnte gedrückt", ich auch", erklärte der Minister. Die Strukturen des Wehrdienstes hätten aber "mittlerweile eklatante Schwächen.   Nerv der Union gereizt  Mit dem Drängen auf eine Neuregelung der Wehrpflicht hat Guttenberg den Überzeugungsnerv von CDU und CSU bereits bis zum Äußersten gereizt. Indem er nun mit dem SPD-Modell einer "freiwilligen Wehrpflicht" liebäugelt, macht er die Stimmung in der Union nicht besser.   Die in eine ungesicherte Lebensplanung hineinstürzenden Soldaten kommen aus jeder Dienstgradgruppe. Auch jede dritte Generalsstelle soll künftig wegfallen. Das lässt aus hoffnungsvollen Militärkarrieren Sackgassen werden. Dennoch sagen intime Kenner des internen Betriebes, dass deutlich mehr "Entlüftung" nur gut täte. Zu viele Parallelstrukturen hemmten die Effizienz, ganze Stäbe und Führungsebenen sollten besser wegfallen.   Das bedeutet freilich das Aus für regional lieb gewonnene Präsenz. Wenn es nur noch eine Wehrbereichsverwaltung im Norden und eine im Süden gibt, ist das das Aus für die Behörde in Düsseldorf. Langfristig wird sogar damit gerechnet, dass der Bonner Dienstsitz des Ministeriums aufgegeben wird. Aber dann müsste sich Guttenberg auch noch mit dem Bonn-Berlin-Gesetz anlegen.   Das Gespür für die Stimmung im Volk hat ihn jedenfalls bislang nicht verlassen. Er bleibt beliebt, obwohl oder vielleicht sogar weil er beim Militär Milliarden sparen will. ++++++++++++++++++++   „Stadt hat Marinehafen mit dem größten Potenzial“ 2010, 07, 16 Wilhelmshaven     Sparpläne Offener Brief von Oberbürgermeister Menzel zur Reform der Marine in Wilhelmshaven   Mit einem offenen Brief an die beiden Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer (SPD) und Hans-Werner Kammer (CDU) reagiert Oberbürgermeister Eberhard Menzel auf die Diskussion um die Bundeswehr-Sparpläne. Darin unterstreicht Menzel die gewachsene Verbundenheit der Wilhelmshavener mit den (Marine-)Soldaten, die weit über die Bedeutung der Bundeswehr für die wirtschaftlichen Belange der Stadt hinaus gehe. Sein Fazit: Im Falle eines Falles sprechen alle Fakten für Wilhelmshaven. Die Bundeswehr sei mit ca. 9000 zivilen und militärischen Arbeitsplätzen in Wilhelmshaven ein unverzichtbarer Bestandteil der Stadt. „Wilhelmshaven ist auch deshalb berechtigt, in diesem Stand der Diskussion die Stimme zu erheben, weil gerade in unserer Stadt die Bundeswehr, die Marine nicht nur immer dann in den Blickpunkt des Interesses geraten ist, wenn es um den Abbau von Arbeitsplätzen und damit um die ausschließliche Reduzierung von Bundeswehr bzw. Marine auf die wirtschaftliche Struktur einer Stadt bzw. Region ging.“ Der Abbau von ca. 2000 Arbeitsplätzen, der ja auch Gegenstand der Berichterstattung war, wäre für Wilhelmshaven eine Katastrophe, so der OB. „Jeder Abbau trifft uns“ Da helfe es auch nicht, dass ein Staatssekretär den Versuch unternimmt, mit zulaufenden neuen Fregatten den Abbau alter Einheiten aufzurechnen bzw. Investitionen ins Feld führt, die belegen sollen, dass alles doch so schlimm nicht wäre. „In unserer Situation trifft uns der Abbau jedes einzelnen Arbeitsplatzes – gleichwohl bin ich mir bewusst, dass auch der Bundeswehr- bzw. Marinestandort Wilhelmshaven in einem jetzt beginnenden Prozess des erneuten Sparens seinen Beitrag wird leisten müssen.“ Bei der Entscheidung über künftige Standorte dürfe es ausschließlich um das Schöpfen von Synergien, um die sinnvolle Nutzung von Ressourcen und Strukturen gehen, fordert Menzel. „Standorte an der deutschen Ostseeküste, die erheblich weiter von den Einsatzstandorten der Deutschen Marine entfernt sind, müssen dann kritischer betrachtet werden, als dies in der Vergangenheit geschehen ist.“ Es sei nun einmal so, dass Wilhelmshaven ein eisfreier Tiefwasserhafen ist, am nächsten zu den Einsatzorten der Deutschen Marine liege und die Infrastruktur hier in Wilhelmshaven vorhanden ist. Politische Diskussion  Der OB weiter: „Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass zunächst einmal zu diskutieren und festzulegen ist, wie groß die Deutsche Marine der Zukunft sein muss, welche Einsätze sie zu leisten hat, sicherlich können dann erst auch Standorte diskutiert und über Standorte entschieden werden. Wilhelmshaven aber ist der Marinehafen mit dem größten Potenzial, dies ist sicherlich auch in Kreisen der Marine unbestritten.“ Die beiden Abgeordneten sollen deshalb „mit allem Nachdruck“ auch die von ihm geäußerte Auffassung in die politische Diskussion einbringen. Auch Standorte wie Warnemünde, Kiel und Glücksburg müssten einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Nach seinem kommunalen Verständnis ließe sich durch eine Konzentration ein erhebliches Einsparpotenzial heben.   „In diesem Sinne bitte ich Sie um Ihren Einsatz für den Bundeswehr- und Marinestandort Wilhelmshaven. Ich bitte Sie, der Ihnen übertragenen politischen Verantwortung gerecht zu werden und sich in einem jetzt beginnenden, durch die Medienbetrachtung aber sich beschleunigenden Prozess für die Interessen des Marine- und Bundeswehrstandortes Wilhelmshaven einzusetzen.“     ++++++++++++++++++++     Schreiben von Oberbürgermeister Menzel an Frau MdB Karin Evers-Meyer und Herrn MdB Hans-Werner Kammer 2010 07 16 , Wilhelmshaven   „In den letzten Wochen hat es sich verdichtende Meldungen gegeben, wonach es zu erheblichen Einsparungen bzw. Reduzierungen bei der Bundeswehr kommen soll. Hierzu gibt es eine Liste, überschrieben mit „Priorisierung Materialinvestitionen“, die in die Öffentlichkeit gelangte, was sicherlich nicht zufällig geschehen ist. Ich will nun nicht auf die einzelnen Maßnahmen eingehen, die in dieser Liste enthalten sind. Dabei macht es mich schon nachdenklich, wenn in den letzten Tagen, auch in der regionalen Presse, Meldungen zu lesen waren, wonach dies nur ein Denkpapier ist, der Minister sich vorbehält, die Zahlen zu verändern, nichts endgültig sei, Vorwürfe gegen diejenigen erhoben werden, die diese Liste in die Öffentlichkeit brachten. Dies ist ein bekanntes Strickmuster, das alle Strukturreformen bzw. Transformationen begleitete. Es wurden Versuchsballons gestartet, um Meinungen und Reaktionen zu testen, diejenigen, die sich nicht genügend abwehrend äußerten, waren oft diejenigen, die es dann traf. Sie werden vor diesem Hintergrund und einiger Strukturprozesse, die ich in meinen Jahren als Oberbürgermeister in Wilhelmshaven gerade bei der Marine begleitete, verstehen, wenn ich mich in diesem Stadium der Diskussion an Sie und auch an die Öffentlichkeit wende. Die Marine mit ca. 9.000 zivilen und militärischen Arbeitsplätzen in Wilhelmshaven ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Stadt. Hinzu kommt gerade mit dem Marinearsenal eine wichtige und für die Marine unverzichtbare Einrichtung, deren Bestand immer wieder in den letzten Jahren in Frage gestellt wurde. Wilhelmshaven ist auch deshalb berechtigt, in diesem Stand der Diskussion die Stimme zu erheben, weil gerade in unserer Stadt die Bundeswehr, die Marine nicht nur immer dann in den Blickpunkt des Interesses geraten ist, wenn es um den Abbau von Arbeitsplätzen und damit um die ausschließliche Reduzierung von Bundeswehr bzw. Marine auf die wirtschaftliche Struktur einer Stadt bzw. Region ging. Die Menschen in Wilhelmshaven haben, nachdem 1956 wieder eine Bundeswehr aufgebaut wurde, gerade immer auch den Auftrag der Marine in unserer Stadt unterstützt, eine Tatsache, die nicht unbedingt immer in Standorten von Bundeswehr und Marine so bestand.   Deshalb will ich sehr klar und deutlich sagen, dass der Abbau von ca. 2.000 Arbeitsplätzen, der ja auch Gegenstand der Berichterstattung war, für Wilhelmshaven eine Katastrophe wäre. Ich glaube, aus Ihrer Kenntnis der Situation Wilhelmshavens werden Sie diese Auffassung teilen. Da hilft auch nicht, dass ein Staatssekretär den Versuch unternimmt, mit zulaufenden neuen Fregatten den Abbau alter Einheiten aufrechnet bzw. Investitionen ins Feld führt, die belegen sollen, dass alles doch so schlimm nicht wäre. In unserer Situation trifft uns der Abbau jedes einzelnen Arbeitsplatzes – gleichwohl bin ich mir bewusst, dass auch der Bundeswehr bzw. Marinestandort Wilhelmshaven in einem jetzt beginnenden Prozess des erneuten Sparens seinen Beitrag wird leisten müssen. Ich erlaube mir aber, auf Folgendes hinzuweisen:   Wenn es der Bundesregierung bzw. dem Bundesverteidigungsministerium um das Sparen geht, um das Schöpfen von Synergien, um die sinnvolle Nutzung von Ressourcen und Strukturen, dann darf dies durch nur politisch zu verstehende Entscheidungen nicht beeinträchtigt werden. Ich meine damit Folgendes: Standorte an der deutschen Ostseeküste, die erheblich weiter von den Einsatzstandorten der Deutschen Marine entfernt sind, müssen dann kritischer betrachtet werden, als dies in der Vergangenheit geschehen ist. Es ist nun einmal so, dass Wilhelmshaven ein eisfreier Tiefwasserhafen ist, am nächsten zu den Einsatzorten der Deutschen Marine liegt, die Infrastruktur hier in Wilhelmshaven vorhanden ist. Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass zunächst einmal zu diskutieren und festzulegen ist, wie groß die Deutsche Marine der Zukunft sein muss, welche Einsätze sie zu leisten hat, sicherlich können dann erst auch Standorte diskutiert und über Standorte entschieden werden. Wilhelmshaven aber ist der Marinehafen mit dem meisten Potenzial, dies ist sicherlich auch in Kreisen der Marine unbestritten.   Ich bitte Sie deshalb mit allem Nachdruck, auch diese von mir geäußerte Auffassung in die politische Diskussion einzubringen, auch Standorte wie Warnemünde, Kiel und Glücksburg müssen dann einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Nach meinem kommunalen Verständnis lässt sich durch eine Konzentration ein erhebliches Einsparpotenzial heben, dann dürfen aber auch keine politisch begründeten Festlegungen erfolgen, die die Sachargumente außen vor lassen.   In diesem Sinne bitte ich Sie um Ihren Einsatz für den Bundeswehr- und Marinestandort Wilhelmshaven. Ich bitte Sie, der Ihnen übertragenen politischen Verantwortung gerecht zu werden und sich in einem jetzt beginnenden, durch die Medienbetrachtung aber sich beschleunigenden Prozess für die Interessen des Marine- und Bundeswehrstandortes Wilhelmshaven einzusetzen.“   ++++++++++++++++++++  
Maritimer Freundeskreis Düsseldorf als Rechtsnachfolger der Marinekameradschaft Düsseldorf 1887 e.V. “Professor Munzer”